Metastasiertes Prostatakarzinom

Primär begrenzt ossär metastasiertes, hormonsensibles Prostatakarzinom

Untersuchung des Effektes der radikalen Prostatektomie mit ausgedehnter Lymphadenektomie bei einem primär begrenzt ossär metastasierten Prostatakarzinom.

Studie g-RAMPP

Es handelt sich um eine multizentrische, prospektive, randomisierte Studie zur Evaluierung des Effektes der radikalen Prostatektomie mit ausgedehnter Lymphadenektomie bei einem begrenzt ossär metastasierten hormonsensiblen Prostatakarzinom. Die Patienten werden im Verhältnis 1:1 zwischen den Therapiearmen der radikalen Prostatektomie mit ausgedehnter Lymphadenektomie und Standardhormontherapie versus alleiniger Standardhormontherapie randomisiert.

Diese Studie richtet sich an Patienten mit einem primär begrenzt ossär metastasierten hormonsensiblen Prostatakarzinom. Alle in die Studie eingeschlossenen Studienteilnehmer erhalten eine kontinuierliche, in der S3-Leitlinie empfohlene, Hormontherapie.

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Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom (mCRPC)
Immuntherapie im fortgeschrittenen Stadium

Einsatz einer Immuntherapie mit Pembrolizumab beim metastasierten Prostatakarzinom vor oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel

Immuntherapie Studie mit Pembrolizumab
MK-3475-365-00

Eine offene, nicht-randomisierte Multicenterstudie der Phase Ib/II zur Beurteilung der Sicherheit und Verträglichkeit einer Immuntherapie mit Pembrolizumab (PD-1-Antikörper) beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC). Es werden in dieser Studie drei verschiedene Immuntherapie-Kombinationen angeboten, die sich nach dem aktuellen Tumorstatus und der vorherigen Krebstherapie richten.

Gruppe A: mCRPC Patienten hatten als Vortherapie bis zu zwei endokrine Therapien der zweiten Generation (z. B. Abiraterone, Enzalutamid) und eine Docetaxel Chemotherapie. Diese Gruppe erhält eine Immuntherapie mit Pembrolizumab 200 mg iv alle 3 Wochen und einen PARP (Poly-ADP-Ribose-Polymerase) Inhibitor Olaparib 400 mg Tabletten zweimal täglich. PARP Inhibitoren verhindern die Reparatur von geschädigten Krebszellen.

Gruppe B: mCRPC Patienten hatten als Vortherapie eine endokrine Therapie der zweiten Generation mit Abiraterone oder Enzalutamid. Diese Gruppe erhält eine Immuntherapie mit Pembrolizumab 200 mg iv alle 3 Wochen und eine Standard Docetaxel-Chemotherapie 75 mg/m2 iv alle 3 Wochen.

Gruppe C: mCRPC Patienten hatten als Vortherapie eine endokrine Therapie der zweiten Generation mit Abiraterone. Diese Gruppe erhält eine Immuntherapie mit Pembrolizumab 200 mg iv alle 3 Wochen und eine Standard-Hormontherapie mit Enzalutamid 160 mg Tbl. täglich.

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Symptomatisch metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom nach Docetaxel-Chemotherapie und Hormontherapien

Individueller Heilversuch mit 177Lutetium-PSMA beim metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom

Der individuelle Heilversuch richtet sich an Patienten mit einem metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom. Trotz klassischer Hormonbehandlung konnte ein Fortschreiten der Erkrankung nachgewiesen werden. Die zur Verfügung stehenden Chemotherapien mit Docetaxel oder Cabazitaxel wurden entweder bereits durchgeführt oder die Patienten sind aus medizinischen Gründen für diese Behandlungsoption nicht geeignet. Eine Therapie mit 223Radium-Dichlorid, Alpharadin (Xofigo®) kann nicht angewendet werden, da bereits Weichteilmetastasen vorliegen. Zusammenfassend wurden alle zugelassenen Behandlungen für das metastasierte, kastrationsresistente Prostatakarzinom durchgeführt oder aus medizinischen Gründen sind diese Therapiemöglichkeiten nicht geeignet. Es kann ein individueller Heilversuch mit 177Lutetium-PSMA angeboten werden. Es handelt sich um keine klinische Studie. Die Therapie mit 177Lutetium-PSMA ist jedoch noch nicht zugelassen und das Nebenwirkungsprofil ist noch nicht umfassend bekannt.